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mfa kera
Die kreolische Sängerin und Komponistin stammt ursprünglich aus
Madagaskar und wuchs in Senegal auf.
"Stellen Sie sich Sarah Vaughan, Grace Jones, Shirley Bassey und Ima
Sumac in einer afrikanischen Sängerin vor, dann bekommen Sie eine Vorstellung von ihrem großen
Talent. Man muss ihre Live-Bühnen-Performance erleben, um ihre Energie
und ihr Charisma wirklich schätzen und genießen zu können."
Ihre musikalische Karriere begann in Paris mit Blues und Gospel. Bald schon arbeitete sie mit namhaften Musikern wie
Memphis Slim, John Lee Hooker, Mikey Baker und
Milton Buckner zusammen.
Als Sängerin trug sie zu dem Film "The
Adventure of Jazz" (Jazz-Odyssee) bei, was sie in Kontakt mit Jazzgrößen wie
Louis Armstrong, Duke Ellington und Lionel Hampton brachte.
Ihre erste Schallplatte war konsequenterweise
eine "Homage an Mahalia Jackson".
Es folgten Konzerttourneen durch Europa und weitere
Plattenveröffentlichungen bei RCA in Frankreich, Auftritte in Japan und
den USA, wo sie einige Jahre verbrachte. Die Wahl-Berlinerin steht immer noch in engem Kontakt
mit Freunden wie Myriam Makeba, Manu Dibango und der afrikanischen "Diaspora".
MFA Kera entwickelte die Konzeption für eine Musik,
die sie "Ethno-Techno-Pan-African-Sphere" nannte
und zusammen mit Reinhard Katemann in zahlreichen Konzerten umsetzte - lange bevor der Begriff
"Techno" am internationalen
Musikhorizont auftauchte.
In Berlin entstand Keras vom Kultursenat gefördertes Musical
"Odeylo", das 1993 im Haus der Kulturen der Welt uraufgeführt wurde. Ebenfalls in Berlin gründete sie gemeinsam mit dem
Keyboarder Reinhard Katemann und
dem Gitarristen Mike Russell aus Washington
D.C. (USA) das BLACK HERITAGE ORCHESTRA.
Mit dem Masterdrummer Soleymane Touré von der Elfenbeinküste und dem Saxophonisten und Sänger
Eddie
Harris als Special Guest wurde die CD "Black Heritage" eingespielt,
die 1995 den Sprung in die europäischen Worldmusic Charts auf Platz acht schaffte.
Das Album spannt den Bogen von Afrobeat über Blues bis Gospel, Funk,
Soul, Jazz, Reggae und Rap – das schwarze musikalische Erbe.
Weitere Black Heritage CDs wurden
herausgegeben, die die Gruppe in verschiedene europäische Länder und in
die USA brachte. Ein Livekonzert aus dem Kennedy
Center in Washington D.C. und verschiedene andere Auftritte sind über das Internet mitzuerleben.
Mit der Gruppe BLACK HERITAGE konzertierte sie unter anderem auch für den ehemaligen Bundeskanzler
Gerhard
Schröder und den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Auf einer Tour in
Südafrika machte Kera Aufnahmen mit
Airto Moreira und den südafrikanischen All-Stars, in
Brasilien mit Olodum, in China mit Künstlern aus der Mongolei.
Sie war an zahlreichen künstlerischen Projekten des
Ökologisten Ben Wagin beteiligt und schreibt seit mehreren Jahren Songs für die Französisch-Lehrwerke
des Ernst Klett Verlages in Stuttgart.
MFA Kera komponiert, produziert, schreibt, malt und
leitet Workshops für Stimme und Gesang - "How to
breathe, sound and sing", "Atmen, klingen, singen" - weltweit (so zum Beispiel im Auftrag
des Goethe-Instituts an der Musikakademie in Johannesburg und der
Kunstschule in Soweto sowie im Rahmen des "Nord-Sud-Rencontres" in
Madagaskar).
Kera produzierte auch ihre eigene Radioshow und
gründete das multiethnische Universal-Gospel-Voices Ensemble, welches Gospel buchstäblich als
"Good News" präsentiert.
mike russell
geb. 1952 in D.C., begann schon früh
klassische Gitarre und Flamenco-Gitarre zu
studieren. Seine Karriere als professioneller Musiker startete er in den
60er Jahren mit verschiedenen Soul-
und Bluesbands.
Wegen der hohen kreativen Qualität seiner eigenen Kompositionen bot ihm
Columbia-Records schon
bald einen Kooperationsvertrag an. Seine erste Platten-Veröffentlichung
im Jahre 1970 mit dem von der Grammy-nominierten Gloria Taylor
gesungenen Titel "Had it all the time" brachte ihm eine Tournee durch
die USA ein.
1972 gründete er seine eigene Jazz-Rock-Gruppe Water-Forest,
die zum Beispiel für Andy Warhol im Kennedy-Center
(Washington D.C.) spielte.
Seit seiner Übersiedlung nach Berlin im Jahre 1989 konzertierte er mit
Eddie Harris, Billy Bang und vielen anderen.
Zusammen mit der Sängerin MFA Kera und dem Keyboarder
Reinhard Katemann gründete er das
Orchester BLACK HERITAGE und veröffentlichte die
gleichnamige CD,
die 1995 die Top 10 der Europäischen Weltmusik-Charts und 2004 die ersten Plätze der
amerikanischen Soul-Patrol erreichte.
Mit BLACK HERITAGE trat er unter anderem auf dem Guinness-Festival in Südafrika, in Griechenland, Polen und in den USA auf.
Parallel dazu formierte er seinen eigenen kreativen Jazz-Soul-Funk-Sound, den er unter dem Namen
Mike-Russell-Band in
verschiedenen europäischen Ländern und den USA verbreitete.
Wegen seiner detaillierten musikhistorischen Kenntnisse lud ihn 2002 der
Fachbereich Jazz der George Washington Universität zu einer Gastdozentur ein.
reinhard katemann
1953 in Nordrhein-Westfalen geboren, erlernte vom
10. Lebensjahr an Klavier, Horn, Posaune und Tuba zu spielen. Gegen Ende
seiner Schulzeit wurde er engagiert, den Schulchor zu leiten.
Von 1969 bis 1972 ließ er sich in Berlin zum Klavierstimmer ausbilden. Neben seiner
klassischen Musikausbildung und seinem beruflichen Engagement leitete er durchgängig Bands.
Seit 1978 arbeitet er selbstständig in Berlin.
Er begann zu komponieren und hatte kommerziellen Erfolg als
Sound-Programmierer für die FM-Synthesizer (Yamaha DX 7 und verwandte Formen).
Des Weiteren entwickelte er völlig neuartige "Micro-Tunes" für die Yamaha DX-Serie und verkaufte sie auf Data-Cartridge.
Schon früh galt sein besonderes Interesse der afrikanischen
Musik. 1988 begann die Kooperation mit der Sängerin MFA Kera, mit der
gemeinsam er das Herz des MFA Kera Ensembles bildete.
Auch für das BLACK HERITAGE ORCHESTRA arbeitete er von Anfang an als
Arrangeur und Keyboarder.
Darüber hinaus baute er sein eigenes digitales Studio auf.



